Geburtenüberschuß |
Überschuß der Geburten gegenüber der Größe der Elternpopulation,
notwendige Voraussetzung für das Funktionieren gewisser Selektionsoperatoren
(Kommaselektion) |
Gen |
Untereinheit des Chromosoms (Genoms), die i.d.R. einen
(Objekt-) Parameter bzw.
Block (im GP)
darstellt oder dafür codiert |
Generation |
(natürliche) Zeiteinheit im EA, eine Iteration des EA, vollständiger Zyklus,
der die Bildung und
Evaluierung (Fitnessbestimmung) eines oder mehrerer neuer Individuen umfaßt |
Generationslücke |
Konzept zur Beschreibung überlappender Generationen
(stationärer EA),
G. ist definiert als das Verhältnis der Anzahl der
Nachkommen zur Größe der Elternpopulation |
Genetische Programmierung (GP) |
Variante der EA, die
mit Genomen
variabler Länge arbeitet und zum Evolvieren symbolischer Informationen
dient. Hauptanwendungsfelder sind das Evolvieren von Computercode, symbolische
Regression, automatischer Schaltungsentwurf. Eine häufige Form der
Repräsentation
ist die baumförmige Anordnung der Gene als
Programm. |
Genetischer Algorithmus (GA) |
(auch kanonischer GA, oder einfacher GA) Variante der EA, der i.d.R.
in Analogie zum biologischen DNA-Alphabet auf Zeichenketten, insbesondere
Bitketten konstanter Länge, operiert
(siehe aber
reellwertiger GA).
Die Zeichenkette stellt den
Genotyp des
Individuums dar. Der
Phänotyp
des Individuums wird
durch eine Abbildung auf die
Objektparameter
(Genotyp-Phänotyp-Abbildung)
realisiert. Die
Fitness
des Individuums ist i.d.R. eine Funktion
der zu optimierenden
Zielfunktion,
die von den Objektparametern
abhängt. Der GA ist i.d.R.
charakterisiert durch
fitness-proportionale Selektion
bzw.
Turnierselektion,
Haupt-Variationsoperator ist
Crossover;
Mutation
(Bitmutation)
ist Hintergrundoperator oder
fehlt vollständig. |
genetische Drift |
Zufallsprozeß, der auch ohne
Selektionsdruck zum
Diversitätsverlust und zur
Gen-Konvergenz
in endlichen Populationen führt.
Die Zeit bis zur
Gen-Fixierung ist proportional zur effektiven (d.h., reproduzierenden)
Populationsgröße. |
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